[styled_image image=“/wp-content/uploads/2016/02/info-leistenbruch.jpg“ w=“570″ h=“300″ lightbox=“yes“ align=“left“ alt=“Chirurgische Gemeinschaftspraxis – Langenhagen + Garbsen“ caption=““]

Leistenbruch

Der Leistenbruch: Muskeln und Faszien (= straffe, die Muskulatur umgebende Bindegewebshüllen) bilden eine feste äußere Hülle, den Leistenkanal. Durch diesen Kanal verläuft beim Mann der Samenstrang, bei der Frau das Halteband der Gebärmutter. Bei einer Schwächung der Bauchmuskulatur erweitert sich der Kanal und Baucheingeweide können von innen nach außen hervortreten. Man spricht dann von einer Hernie bzw. dem Leistenbruch. Dieser ist als eine Wölbung tastbar, in besonders schlimmen Fällen kann diese sogar sichtbar werden.

Für die Entstehung eines Leistenbruchs gibt es zahlreiche Risikofaktoren. Von den folgenden geht das größte Gefahrenpotenzial aus:

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  • genetische Veranlagung 
  • Rauchen
  • Asthma
  • Chronische Bronchitis (COPD)
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Alter
  • Geschlecht (statistisch tritt bei Männern der Leistenbruch häufiger auf)
    • 0,3% der Gesamtbevölkerung erleiden pro Jahr einen Leistenbruch
    • 2% der männlichen Bevölkerung ist pro Jahr von einem Leistenbruch
      betroffen
    • Ca. 25% der Männer und ca. 2% der Frauen entwickeln im Leben eine
      Leistenhernie
    • m / w: 80% / 20% Leistenhernie, 20% / 80% Femoralhernie
    • USA 1994: 730.000 Leistenhernienoperationen
    • BRD 1997: 220.000 Leistenhernienoperationen
    • Ca. 20% aller operativen Eingriffe sind Leistenhernienoperationen

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In der Regel treten kleinere Leistenbrüche auf, die beschwerdefrei sind und mittels Ultraschall diagnostiziert werden. Obwohl die meisten Hernien ungefährlich sind, kann es dennoch jederzeit zu bedrohlichen Komplikationen kommen. Eine Einklemmung der Baucheingeweide, beispielsweise, ist äußerst schmerzhaft und stellt einen akuten Notfall dar, der operativ behandelt werden muss.

Die Behandlung eines Leistenbruchs wird durch mehrere Faktoren wie Art des Bruches, dem Risikoprofil des Patienten oder der Größe des Bruches beeinflusst. Fast immer ist ein operativer Verschluss der Leistenhernie ratsam. Nur so können lebensbedrohliche Folgen vermieden werden. Zur Wahl stehen minimalinvasive und offene Operationsverfahren. Ihre Anwendung basiert auf spezielle Nahttechniken oder dem Einsatz eines Netzes, wodurch der Bruch verschlossen und die Baucheingeweide zurück nach innen verlagert werden.