Orthopädie · Injektionstherapie
PRP-Therapie für Gelenke
Die PRP-Therapie, oft auch Eigenblutbehandlung genannt, ist eine Injektionstherapie mit Bestandteilen aus dem eigenen Blut. Sie kann bei ausgewählten Gelenkbeschwerden als ergänzende konservative Behandlung in Betracht kommen.
Behandlungsfokus
- PRP als Eigenblutbehandlung mit plättchenreichem Plasma
- individuelle Einordnung bei ausgewählten Gelenkbeschwerden
- ergänzende konservative Therapie statt pauschaler Standardbehandlung
- transparente Besprechung von Nutzen, Grenzen, Risiken und Kosten

Zur Behandlung
Entscheidend ist die individuelle Einordnung: Befund, Beschwerden, bisherige Behandlung und das realistische Therapieziel bestimmen, ob PRP für ein Gelenk sinnvoll sein kann.
Was bedeutet PRP- oder Eigenblutbehandlung?
PRP steht für Platelet-Rich Plasma, also plättchenreiches Plasma. Dafür wird eine kleine Menge Blut entnommen und aufbereitet. Der konzentrierte Blutbestandteil wird anschließend in die zu behandelnde Region injiziert.
Der Begriff Eigenblutbehandlung macht den Ablauf einfacher verständlich: Verwendet wird körpereigenes Blut, nicht ein Fremdpräparat. Trotzdem ist die Behandlung ein medizinischer Eingriff, der eine sorgfältige Diagnose und Aufklärung voraussetzt.
Wann PRP bei Gelenkbeschwerden besprochen wird
Eine PRP-Therapie kann bei ausgewählten, länger bestehenden Gelenkbeschwerden als ergänzende konservative Maßnahme diskutiert werden. Häufig geht es dabei um Beschwerden bei Verschleiß oder Überlastung, wenn Bewegungstherapie und weitere Basismaßnahmen allein nicht ausreichend helfen.
Ob die Behandlung passt, lässt sich nicht allein anhand einer Diagnose entscheiden. Beschwerden, Untersuchungsbefund, Bildgebung, Begleiterkrankungen und die bisherige Therapie müssen gemeinsam betrachtet werden.
- ausgewählte Beschwerden bei Arthrose, etwa am Kniegelenk
- Gelenkbeschwerden nach Überlastung oder wiederkehrender Belastung
- Einordnung als Ergänzung zu Bewegungstherapie und weiteren konservativen Maßnahmen
Nutzen, Grenzen und Ablauf realistisch einordnen
Die Studienlage zu PRP ist je nach Gelenk, Beschwerdebild und verwendeter Aufbereitung unterschiedlich. Deshalb kann ein Nutzen nicht pauschal versprochen werden und die Therapie ersetzt keine Behandlung, die bei einem konkreten Befund medizinisch vorrangig ist.
Vor einer Injektion werden mögliche Risiken wie Schmerzen, Schwellung oder eine Infektion besprochen. Auch die Kostenübernahme ist nicht einheitlich geregelt und sollte vor Beginn der Behandlung geklärt werden.
