Das Karpaltunnelsyndrom

Hintergrund für das Karpaltunnelsyndrom ist  eine Enge am Handgelenk (Karpaltunnel), der streckseits von den Handwurzelknochen und beugeseits von einer bindegewebigen Platte gebildet wird. Durch den Karpaltunnel ziehen die neun Beugesehnen sowie der Mittelnerv (N. medianus).

Karpaltunnelsyndrom – Beschwerden und Verlauf

Durch Fehlstellung, durch immer wiederkehrende Sehnenscheidenentzündungen oder aber auch ohne erkennbare Ursache kann es zu Beschwerden kommen. Anfangs wird Kribbelgefühl in der Hand, insbesondere an den Fingern 1-3 angegeben. Dazu kommen nächtliche Schmerzen, die nach Schütteln der Hand vorerst gemindert werden können. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es auch zum Kraftverlust, insbesondere im Daumen durch eine Atrophie der Handmuskel.

Konservative Behandlung

Das Karpaltunnelsyndrom kann im Anfangsstadium konservativ durch Schienenbehandlung, antiphlogistischer Einreibung oder Tabletten behandelt werden. Auch eine lokal gegeben Cortisonspritze kann die Beschwerden bessern. Ein dauerhafter Erfolg ist aber in der Regel nicht zu erwarten.

Operative Behandlung

Als operative Maßnahme kommt die Spaltung des Karpaltunnels infrage. Dazu wird in örtlicher Betäubung die bindegewebige Platte im Bereich des Karpaltunnels gespalten, sodass der Nerv nicht mehr eingeengt wird. Dieser Eingriff hat nur in ganz ganz seltenen Fällen Komplikationen. Mit Funktionseinschränkungen ist für ca. 4 Wochen zu rechnen.